Religion

Warum feiern wir Weihnachten? – Klar! Jesus Christus ist geboren, Gott kommt persönlich-menschlich in unsere Welt.

 

Und was ist mit Pfingsten?* Auch ein großes Fest mit einem zusätzlichen freien Schul- oder Arbeitstag. Der Inhalt des Festes? Schon schwieriger …

 

Begegnet uns eine solche Situation nicht öfter? Einerseits sind Spuren und Symbole der Religion überall in unserem Alltag vorhanden: im Stadtbild, in Literatur, Kunst und Musik bis hin zur Werbung. Auch unser Gesellschafts- und Sozialsystem wäre anders ohne den jahrhundertelangen Beitrag der Christen. … Ob man sich – ohne das Gebot Jesus zur Nächstenliebe – um Kranke und Arme kümmern würde, die nicht zur eigenen Familie gehören?

 

Andererseits, geht es Ihnen/dir nicht auch so,

  • dass vieles gar nicht (mehr) so klar ist?
  • dass Wissenslücken gefüllt werden sollten?
  • dass ungutes Bestehendes hinterfragt werden müsste?

 

Hier bietet sich der Religionsunterricht – wie andere Schulfächer – als Schlüssel zum Verstehen der Welt an und zwar aus einer Perspektive, die letztlich alle Lebensbereiche umfasst.

 

Der Unterricht lebt von der Spannung zwischen der erlebten Alltagswirklichkeit und vorgefundenen religiösen und sittlichen Normen und Idealen. Die Auseinandersetzung damit ermöglicht es das eigene Leben ehrlich wahrzunehmen. Dazu sind oft Perspektivenwechsel hilfreich. Wir weichen schwierigen Fragen, wie der Frage nach dem Sinn des Lebens sowie nach Leiden und Tod, nicht aus. Dabei gibt es jedoch keine einfachen Patentlösungen.

 

Religionsunterricht kann somit stark machen,

  • nicht auf jedes Glücksversprechen der Werbung, der Politik usw. hereinzufallen,
  • sich selbst und die anderen als wertvolle Menschen zu akzeptieren,
  • religiöse Sprache und Symbolik zu kennen und überlegt anzuwenden und
  • sich bewusst für Gerechtigkeit und Frieden zu engagieren.

 

Im evangelischen und katholischen Religionsunterricht sind alle willkommen, egal ob ein Schüler getauft oder nicht getauft ist oder einer anderen oder gar keiner Religion angehört.

 

Der Unterricht findet in kleineren Gruppen statt. Dadurch können sich die Kinder und Jugendlichen leichter auch mit ihren persönlichen Anliegen ins Gespräch bringen.

 

Der Religionsunterricht wird an unserer Schule von der 5. Klasse bis zum Abitur angeboten. In den Jahrgängen 7 bis 10 wird er in Zusammenarbeit mit dem Fach Ethik erteilt.

 

Kooperation mit dem Fach Ethik

Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium arbeitet mit einem Kooperationsmodell, dem eine Zusammenarbeit der Ethik- und Religionslehrer zugrunde liegt.

 

Kollegium

Zurzeit unterrichten das Fach Religion Frau Habekost (ev.), Frau Vonderau (ev.), Herr Kirchheck (ev.), Herr Höfer (kath.) und Herr Steinberg (ev.).

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*Übrigens: An Pfingsten feiern die Christen die Sendung des Heiligen Geistes als Beistand und Mutmacher; nachlesen kann man das in der symbolträchtigen Erzählung im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte im Neuen Testament der Bibel.